Im November 2021 hatten Vereinsmitglieder und deren Familienmitglieder die Möglichkeit, an einem Erste-Hilfe-Kurs in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverband Dresden e.V. teilzunehmen und so ihr Wissen aufzufrischen bzw. Neues zu erlernen. Jan (Ausbilder beim DRK-Kreisverband Dresden e.V.) führte uns durch ein inhaltsreiches Programm und gab Einblicke in seine Erfahrungen als Rettungssanitäter. Neben verschiedenen Situationen (bspw. Absichern von Unfallstellen bei einem Verkehrsunfall; Person klagt über verschiedene Schmerzen, die auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt schließen lassen könnten) wurden auch mögliche Notfälle beim Fischen thematisiert. Was ist, wenn ein Angelhaken in der Haut feststeckt? Was ist zu tun, wenn jemand ins Gewässer fällt und möglicherweise bewusstlos ist? Des Weiteren wurde der Inhalt eines (KfZ-)Verbandskastens thematisiert und auf aktuelle gesetzliche Neuerungen hingewiesen.

Die 14 Teilnehmer (davon 8 Kinder und Jugendliche) bildeten auf Grund der Hygieneregelungen familienbezogene Gruppen und konnten das Erlernte direkt üben – genannt seien die stabile Seitenlage oder bei welcher Art von Verletzung ist welcher Verband wie anzulegen. An Reanimationspuppen wurde zudem ein Herzstillstand simuliert. Die 10 Minuten der Herz-Lungen-Wiederbelebung ließen die Teilnehmer an Ihre Grenzen kommen und kamen allen Gruppen wie eine Ewigkeit vor. Wenngleich das Signal des Krankenwagens bereits ertönte, hieß es weiter machen bis der Rettungsdienst eintrifft und die Maßnahmen vor Ort übernimmt und fortführt oder der Betroffene wieder normal zu atmen beginnt. In diesem Zusammenhang wurde auch die Anwendung eines Defibrillationsgerät (AED-Gerät) und dessen Wirkung erläutert.

Es freut uns, dass trotz angekündigter Klassenarbeiten und Alltagsstress, den jungen und etwas älteren Teilnehmern in der fast achtstündigen Veranstaltung (mehr) Sicherheit im Umgang mit medizinischen Notfällen gegeben werden konnte. Jeder von uns kann schon heute in eine Situation geraten, in der Anderen zu helfen ist. Dabei sollte auch die eigene Sicherheit als Helfer nicht außer Acht gelassen werden. Auch wir selbst könnten jederzeit auf die Hilfe anderer angewiesen sein und wären dann den Helfenden mit Sicherheit dankbar.

Rommy Muche